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Verfasst am:
18.01.2009, 11:19 Titel:
Film: Der fremde Sohn, hier gratis anschauen!!!
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Beschreibung: Los Angeles im Jahr 1928. Christine Collins (Angelina Jolie) ist Mutter eines neunjährigen Sohnes, Walter. Mehr noch: Sie ist eine alleinerziehende, berufstätige Mutter. In einer Zeit, als Frauen in den USA gerade mal seit acht Jahren wählen dürfen, hat sie sich Unabhängigkeit und einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, in ihrem Job bei der Telefongesellschaft steht eine Beförderung ins Haus. An diesem 10. März hat Mrs. Collins aber nur eines im Sinn: Sie beeilt sich nach Hause, wo Walter den ganzen Tag alleine verbringen hat müssen. Eigentlich hatte sie ihm für diesen Tag einen Kinobesuch versprochen, doch dann musste sie in der Arbeit einspringen. Zu Hause der Albtraum: Das Kind ist spurlos verschwunden. Monatelang wird im ganzen Land erfolglos nach dem Buben gesucht, dann endlich der ersehnte Anruf: Walter wurde in Illinois aufgegriffen, es geht ihm gut! Das von einer Reihe von Skandalen erschütterte Los Angeles Police Department wittert die Chance auf positive Schlagzeilen und arrangiert Walters Rückkehr als Pressetermin direkt am Bahnsteig. Es gibt nur ein Problem: Das Kind aus Illinois ist nicht Walter. Und was ab diesem Moment passiert, ausgehend von dem selbstgefälligen Police Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan), der unter gar keinen Umständen bereit ist, einen offensichtlichen Fehler einzugestehen, ist schlicht unfassbar: Mrs. Collins wird unter Druck gesetzt, das Kind gefälligst mit nach Hause zu nehmen und "es ein paar Wochen mit ihm zu probieren". Die Einschüchterung wirkt. Christine Collins tut, wie ihr geheißen, und das LAPD legt den Fall zu den Akten.
Christine Collins kümmert sich, so gut Verzweiflung und Entsetzen es zulassen, um den ihr völlig unbekannten Buben. Sie kann nicht verstehen, warum er behauptet, Walter Collins zu sein. Aber selbstverständlich kann sie beweisen, dass man ihr ein fremdes Kind übergeben hat. Walter war mehrere Zentimeter größer als dieser Bub, auch der Zahnarzt bestätigt, was Mrs. Collins längst weiß. Ihr eigenes Kind ist also immer noch verschwunden, doch die Polizei blockt ab: Warum jemanden suchen, den man längst gefunden hat? Capt. Jones gibt Christine Collins zu verstehen, dass er ihr hysterisches Verhalten, mit dem sie offenbar nur das Ziel verfolge, ihn und seine Abteilung in ein schlechtes Licht zu rücken, nicht länger dulden würde. Diesmal lässt sich Mrs. Collins nicht einschüchtern - aber sie ist nicht im geringsten darauf vorbereitet, was jetzt auf sie zukommt. Man steigt dem LAPD nicht auf die Zehen, am allerwenigsten, wenn man eine Frau ist. Der Bürgermeister wünscht, die Collins-Sache möge aus der Presse verschwinden - also lässt man Mrs. Collins verschwinden: Auf Anweisung von Jones sperrt man die unbequem gewordene Frau in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Anstalt. Draußen hat sie jetzt nur mehr einen Verbündeten: Pfarrer Briegleb (John Malkovich), ein ruheloser Kämpfer gegen das Krebsgeschwür Polizei-Willkür.
Zur gleichen Zeit auf einer abgelegenen Ranch nicht weit von Los Angeles: Det. Ybarra (Michael Kelly) schnappt sich den jugendlichen Ausreißer Sanford Clark, um ihn nach Kanada zurückzuschicken. Doch so weit soll es nicht kommen, denn Clark macht völlig unerwartet eine irritierende Aussage, die im Fall des verschwundenen Walter Collins und anderer vermisster Kinder endlich die Wahrheit ans Licht bringen könnte ...
Eine wahre Geschichte. Man kann es nicht oft genug betonen, dass all das tatsächlich passiert ist. Denn immer dann, wenn man beim Ansehen des Films ungläubig den Kopf schüttelt, hat man wahrscheinlich gerade ein von Drehbuchautor J. Michael Straczynski penibel recherchiertes Originalzitat gehört. Nichts, was wirklich weh tut bei diesem Film, ist erfunden. Regisseur Clint Eastwood setzt das Porträt einer unabhängigen Frau, die sich mit Beharrlichkeit und Stärke gegen eine institutionalisierte Ungerechtigkeit stemmt, souverän und unaufgeregt in Szene. Wie gewöhnlich in seinen Filmen vermeidet er es, durch reißerischen Aufputz von den für sich schon schockierenden Fakten abzulenken. Schauspielerisch steht natürlich die göttliche Angelina Jolie im Zentrum des Films, doch glänzt rund um ihre Performance eine Reihe anbetungswürdiger Nebendarsteller, allen voran John Malkovich als kämpferischer Pfarrer. |
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